GSB 7.1 Standardlösung

Prävalenz Typ-1-Diabetes

Die Häufigkeit der Erkrankung (Prävalenz) und auch die daraus folgende absolute Zahl der Erkrankten stellen für die Einschätzung des aktuellen Krankheitsgeschehens entscheidende Kennzahlen dar. Die Prävalenz bestimmt die Versorgung der Patienten und ist eine wichtige Grundlage der Planung gesundheitspolitischer Maßnahmen.

Kernaussagen

  • Im Jahr 2019 waren etwa 31.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland an Typ-1-Diabetes erkrankt.
  • Die Prävalenz steigt mit dem Alter an und erreicht bei 15- bis 17-Jährigen den höchsten Wert.
  • Im Zeitraum 2014 – 2019 zeigt sich eine geringe jährliche Abnahme der Prävalenz, die bei Mädchen stärker ausfällt als bei Jungen.

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Trend

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Querschnitt

Nach Region

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  • Nach Geschlecht

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  • Nach Alter

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  • Nach Bildungsgruppe

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Ergebnis

Die geschätzte Prävalenz des Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren in Deutschland betrug für das Jahr 2019 228,9 pro 100.000 Personen (Mädchen 223,7; Jungen 234,0). Dies entspricht einer absoluten Zahl von 30.957 Erkrankten. Die Betrachtung über die Altersgruppen zeigt kontinuierlich steigende Prävalenzen mit steigendem Alter auf 441,8 für 15- bis 17-Jährige Mädchen und 486,0 für gleichaltrige Jungen. Über den Beobachtungszeitraum 2014 – 2019 zeigt sich insgesamt eine jährliche Abnahme von 0,2 %, wobei die Prävalenz bei Mädchen mit 0,5 % einen stärker abfallenden Trend zeigt im Vergleich zu Jungen (0,1%).

Fazit

Im Jahr 2019 waren etwa 31.000 Kinder und Jugendliche von Diabetes Typ 1 betroffen, mit etwas höherer Prävalenz bei Jungen. Bundesweite Analysen für den Zeitraum von 2014 – 2019 auf der Basis von Registerdaten zeigen, dass die Prävalenz des Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland insgesamt jährlich geringfügig abgenommen hat.

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Definition

Der Indikator Prävalenz des Typ-1-Diabetes ist definiert als die Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit einem registrierten oder dokumentierten Typ-2-Diabetes pro 100.000 Personen bezogen auf Kinder und Jugendliche in der Bevölkerung.

Bezugspopulation

Kinder und Jugendliche mit Wohnsitz in Deutschland, Alter 0-17 Jahre

Datenquellen

Bundesweite und regionale Diabetesregister (DPV-Register, ESPED-Inzidenzregister, NRW-Register, Sächsisches Diabetesregister). Grundlage ist der Datenbestand September 2020 der DPV-Datenbank, der komplett validiert und festgeschrieben ist.

Berechnung

  • Beschreibung: Die Häufigkeit der Erkrankungen pro 100.000 Personen bezogen auf Kinder und Jugendliche von 0-17 Jahren in Deutschland im Beobachtungszeitraum 2014 –2019.
  • Hochrechnung/Gewichtung: Für die bundesweiten Schätzungen wurden die erforderlichen Populationsdaten des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage des Zensus 2011 verwendet. Ergebnisse mit 95%-Konfidenzintervallen wurden unter der Annahme einer Poissonverteilung der Fälle nach der Personenjahre-Methode geschätzt (Woodward, 2013; Sahai, 1993).
  • Altersstandardisierung: Alters- und geschlechtsstandardisierte Schätzungen mit einer Gleichgewichtung für das Geschlecht und einer Altersgewichtung entsprechend der Altersspanne der Altersgruppen.

Datenqualität

Die Diabetesregister stellen von freiwillig teilnehmenden Praxen bzw. Kliniken übermittelte ambulante bzw. stationäre Diagnosedaten und Informationen zur Therapieform von gesetzlich und privat Krankenversicherten zu unterschiedlichen Diabetestypen und Altersgruppen bereit. Die Datenqualität hängt von der Dokumentationspraxis ab, die einer gründlichen Plausibilitätsprüfung unterliegt. Die Annäherung an eine Vollerfassung für die Bezugspopulation erfolgt durch statistische Verfahren.

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