GSB 7.1 Standardlösung

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Selbstbestimmung Glukose

Eine Selbstbestimmung der Glucose ist ein wichtiger Bestandteil des Selbstmanagements zur Behandlung eines Diabetes. Dadurch können Personen mit Diabetes, insbesondere solche mit Insulinbehandlung unterstützt werden, ihren Blutzuckerstatus besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine Über- oder Unterzuckerung zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund sollten Personen mit Typ-2-Diabetes je nach Behandlungsform und individueller Lage regelmäßig eine Blutzuckerselbstkontrolle durchführen (Nauck et al. 2009; VDBD 2019).

Kernaussagen

  • Fast zwei Drittel der Personen mit bekanntem Typ-2-Diabetes im Alter ab 45 Jahre führen eine Glucose-Selbstkontrolle durch.
  • Es bestehen keine Unterschiede im Anteil der Selbstbestimmung Glucose hinsichtlich Geschlecht, Alter, Bildung und Region.

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Querschnitt

Nach Region

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  • Nach Geschlecht

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  • Nach Alter

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  • Nach Bildungsgruppe

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Ergebnis

Im Jahr 2021 geben 62,4 % der Personen mit bekanntem Typ-2-Diabetes im Alter ab 45 Jahre an, eine Glucose-Selbstbestimmung durchzuführen (Frauen: 61,3 %; Männer: 63,4 %). Es zeigen sich keine Unterschiede im Anteil der Selbstbestimmung Glucose in Bezug auf Alter, Bildung und Region (Ost/West).


Fazit

Fast zwei Drittel der Personen mit bekanntem Typ-2-Diabetes im Alter ab 45 Jahre führen im Jahr 2021 eine Selbstbestimmung ihres Glucose-Werts durch. Frühere bundesweite RKI-Studien zeigten für 2010 ähnliche Anteile (Du et al., 2015). Der Anteil von Glucose-Selbstbestimmung bei Personen mit Typ-2-Diabetes ist stark von dem Behandlungsform insbesondere dem Einsatz von Insulin abhängig. Verbesserungen in Bezug auf einen höheren Anteil in der Selbstbestimmung von Glucose bei Personen mit Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie erscheint notwendig.

Informationen zu Methodik und Datenquellen anzeigen

Definition

Der Indikator Selbstbestimmung Glucose ist definiert als Anteil der Personen mit bekannten Typ-2-Diabetes, bei denen sie selbst oder Angehörige Blutzucker-Selbstkontrollen durchführen.

Operationalisierung

Der Indikator basiert auf Selbstangaben zu folgender Frage bei Personen mit bekanntem Diabetes:

„Machen Sie - oder Angehörige für Sie - Blutzucker-Selbstkontrollen?“

Antwortmöglichkeiten:

  • ja
  • nein
  • weiß nicht
  • keine Angabe  

Bezugspopulation

Deutschsprachige Wohnbevölkerung in Deutschland mit bekanntem Typ-2-Diabetes, Alter ab 45 Jahre.

Datenquelle

Bundesweiter RKI-Gesundheitssurvey GEDA 2021/2022-Diabetes bei Personen mit bekanntem Diabetes basierend auf einem speziellen Screeningverfahren der Zielgruppe von Personen mit bekanntem Diabetes (Festnetz und Mobilnummern) und Erhebung durch telefonische Befragung.

Fallzahl

  • GEDA 2021/2022-Diabetes: n = 1.503

Für den Indikator Selbstbestimmung Glucose werden Daten der Altersgruppe ab 45 Jahre mit bekanntem Typ-2 Diabetes ausgewertet:

  • GEDA 2021/2022-Diabetes: n = 1.448

Personen mit Typ-1-Diabetes und Frauen mit ausschließlich Gestationsdiabetes wurden ausgeschlossen.

Berechnung

  • Beschreibung: Für den Indikator werden die Kennziffern für Gesamt, Frauen und Männer sowie jeweils stratifiziert nach Altersgruppe, Wohngebiet und Bildungsgruppe angegeben soweit die Fallzahl für die Kennziffer ≥ 5 ist und die statistische Unsicherheit in der Schätzung der Kennziffer als nicht zu groß angesehen wird (d. h. Variationskoeffizient ≤ 33,5 %). 
  • Stratifizierung: Die geografische Einordnung des Wohnsitzes der teilnehmenden Person erfolgte nach Ost-/West (Ost = neue Bundesländer einschließlich Berlin, West = alte Bundesländer ohne Berlin). Der Bildungsstatus wurde anhand des CASMIN-Indexes bestimmt, in den Angaben zu schulischer und beruflicher Ausbildung eingehen und der die Einteilung in eine untere, mittlere und obere Bildungsgruppe ermöglicht.
  • Gewichtung: Um Abweichungen der Surveys von der jeweils zugrundeliegenden Bezugspopulation aufgrund von unterschiedlicher Teilnahmebereitschaft oder Auswahlwahrscheinlichkeit zu korrigieren, wurde für die Berechnung des Indikators jeweils ein Gewichtungsfaktor verwendet. Dieser passt den Survey GEDA 2021/2022-Diabetes an die Bevölkerungsstruktur der Bezugspopulation hinsichtlich Geschlecht, Alter und Bildung zum 31.12.2019 an. Zur Anpassung wurde hierbei die Verteilungsstruktur der Personen mit diagnostiziertem Diabetes aus dem bundesweiten RKI-Survey GEDA 2019/2020-EHIS herangezogen, da die Daten aus der Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamts keine Rückschlüsse auf die Gruppe der Personen mit diagnostiziertem Diabetes in der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 18 Jahren zulassen.

Datenqualität

Der Survey GEDA 2021/2022-Diabetes liefert repräsentative Ergebnisse für Personen mit bekanntem Diabetes in der deutschsprachigen Wohnbevölkerung Deutschlands ab 18 Jahren. Wie bei allen bevölkerungsbezogenen Studien ist davon auszugehen, dass schwer kranke und institutionalisierte Personen unterrepräsentiert sind. Darüber hinaus basieren die Informationen aus der Befragung auf Selbstangaben. Zeitvergleiche mit früheren RKI-Surveys sind aufgrund methodischer Unterschiede nur eingeschränkt möglich.