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Diabetische Polyneuropathie

Längerfristig erhöhte Blutzuckerspiegel können zur Schädigung sowohl von vegetativen wie auch somatischen Nerven führen. Die häufigste Form der Nervenschädigung stellt die distal, d. h. körperfern, betonte sensomotorische Polyneuropathie dar, welche das Risiko für die Entwicklung eines diabetischen Fußsyndroms erhöht.

Kernaussagen

  • Bei 13,5 % der Personen mit Diabetes wurde eine diabetische Polyneuropathie dokumentiert.
  • Die dokumentierte Prävalenz der diabetischen Polyneuropathie steigt mit dem Alter bis zur Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen stetig an und sinkt danach.

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Trend

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Ergebnis

Der Anteil an Personen mit Diabetes, bei welchen eine diabetische Polyneuropathie dokumentiert ist, beträgt 13,5 % (Frauen: 12,7 %; Männer: 14,4 %) im Jahr 2013. Der Anteil steigt mit zunehmendem Alter an und erreicht in der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen mit 15,8 % (Frauen: 14,7 %; Männer: 17,1 %) ein Maximum.

Fazit

Die variierenden Dokumentations- und Diagnosestandards erschweren die Vergleichbarkeit mit anderen Studien und Datenquellen. Gemäß der Daten des DMP für Typ-2-Diabetes in Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil von Personen mit diabetischer Neuropathie deutlich höher (Zi 2019) als in der hier gezeigten DaTraV-Datenanalyse. Unterschiede zeigen sich vor allem in den hohen Altersgruppen, in welchen die Auswertung der DaTraV-Daten den Anteil möglicherweise unterschätzt. Auch die meisten anderen Studien zeigen höhere Anteile an Personen mit Polyneuropathie (Böhler et al. 2006, Sämann et al. 2008, Ziegler et al. 2015). Zur besseren Vergleichbarkeit werden vereinfachte und praxistaugliche Empfehlungen und Diagnosestandards dringend benötigt. Seit 2011 besteht eine Dokumentationspflicht des diabetischen Fußsyndroms bei der Verordnung von podologischen Leistungen (GKV Spitzenverband 2011), welche möglicherweise zu einer Zunahme in der Dokumentation der Polyneuropathie beiträgt.

Informationen zu Methodik und Datenquellen anzeigen

Definition

Der Indikator diabetische Polyneuropathie ist definiert als Anteil von Personen mit dokumentiertem Diabetes bei welchen zusätzlich eine diabetische Polyneuropathie (G63.2) dokumentiert ist.

Bezugspopulation

Gesetzlich krankenversicherte Erwachsene mit dokumentiertem Diabetes (gemäß der Definition der Prävalenz des dokumentierten Diabetes), die mindestens 360 Tage im jeweiligen Jahr versichert sind, ihren Wohnsitz in Deutschland haben und ihre Gesundheitsleistungen vollständig von der gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet bekommen, werden in die Analysen eingeschlossen.

Datenquelle

Versorgungsdaten aller circa 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten nach Datentransparenzverordnung (DaTraV-Daten). Ca. 55 Millionen sind mindestens 18 Jahre alt, von welchen etwa 6,6 Millionen einen dokumentierten Diabetes aufweisen.

Berechnung

  • Beobachtete Werte: Quotienten aus der Anzahl der Personen mit dokumentiertem Diabetes und dokumentierter diabetischer Polyneuropathie im Verhältnis zu allen gesetzlich Krankenversicherten mit dokumentiertem Diabetes.
  • Altersstandardisierung: Es erfolgt eine direkte Altersstandardisierung unter Verwendung der Altersgruppen 18-24 Jahre, von 25-29 Jahre bis 80-84 Jahre in Fünfjahresschritten und älter als 85 Jahre mit Personen mit dokumentiertem Diabetes der DaTraV-Population des Jahres 2013.

Datenqualität

Es handelt sich um Leistungs- und Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese umfassen ambulant und stationär dokumentierte Diagnosedaten sowie Informationen zur Verordnung von Medikamenten. Die Qualität der Daten hängt von der Dokumentationspraxis ab. In den DaTraV-Daten sind keine Versorgungsdaten von privat Krankenversicherten und keine Angaben zu den erbrachten stationären oder ambulanten Leistungen enthalten.