GSB 7.1 Standardlösung

Gesundheits-Check-up

Der Gesundheits-Check-up beinhaltet eine Reihe von medizinischen Untersuchungen, um mögliche Erkrankungen und deren Risikofaktoren so früh wie möglich zu erkennen. Seit April 2019 werden diese Untersuchungen unter dem Namen „Gesundheits-Check-up“ für Personen ab 35 Jahren alle drei Jahre und für 18- bis 34-Jährige einmalig angeboten (vorherige Bezeichnung „Check-up 35“ für Personen ab 35 Jahren alle zwei Jahre) (G-BA 2020).

Kernaussagen

  • Knapp die Hälfte der gesetzlich Krankenversicherten hat innerhalb der letzten zwei Jahre am Gesundheits-Check-Up teilgenommen.
  • Der Anteil der Anspruchsberechtigten, die innerhalb der letzten zwei Jahre den Gesundheits-Check-up wahrgenommen haben, hat leicht abgenommen.
  • Unter den gesetzlich krankenversicherten Frauen ist der Anteil derer, die den Gesundheits-Check-Up wahrnehmen, im zeitlichen Verlauf gleichbleibend höher als unter den Männern.

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Trend

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Querschnitt

Nach Region

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  • Nach Geschlecht

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  • Nach Alter

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  • Nach Bildungsgruppe

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Ergebnis

Von 2015 bis 2018 zeigt sich eine leichte Abnahme des Anteils der gesetzlich Krankenversicherten, die innerhalb der letzten zwei Jahre den Gesundheits-Check-up wahrgenommen haben, von 48,6 % auf 47,3 %. Bei Frauen sinkt der Anteil von 51,0 % auf 49,8 % und bei Männern von 45,8 % auf 44,3 %. Die Teilnahme an den Gesundheitsuntersuchungen nimmt mit steigendem Alter zu, bis der Anteil in der Altersgruppe ab 80 Jahren mit 46,9 % wieder abnimmt.  Bremen und Berlin zeigen mit 63,7 % und 62,0 % für Frauen sowie 55,1 % und 52,0 % für Männer deutlich höhere Quoten der Inanspruchnahme unter den gesetzlichen Versicherten im Vergleich zu Bayern (Frauen: 43,9 %; Männer: 38,7 %) oder Baden-Württemberg (Frauen: 36,7 %; Männer: 32,9 %).

Fazit

Über die Zeit ist der Anteil der gesetzlich Krankenversicherten, die innerhalb der letzten zwei Jahre den Gesundheits-Check-up wahrgenommen haben, leicht rückläufig. Die Teilnahme nimmt mit steigendem Alter zu, wobei Frauen die Gesundheitsuntersuchungen im Mittel deutlich mehr in Anspruch nehmen als Männer. Regional zeigen sich mitunter große Unterschiede in der Teilnahme am Gesundheits-Check-up. Worin diese begründet sind, stellt eine relevante Frage für die Ableitung von gezielten Maßnahmen zur Erhöhung der Inanspruchnahme des Angebots dar. Analysen von Hoebel et al. 2013, Hoebel et al. 2014 basierend auf Daten der GEDA-Studien in 2009 und 2010 weisen darauf hin, dass eine geringere Teilnahme am Gesundheits-Check-up mit Merkmalen wie niedrigem sozialen Status und gesundheitlichen Risikofaktoren wie Rauchen oder körperlicher Inaktivität zusammenhängt.

Informationen zu Methodik und Datenquellen anzeigen

Definition

Der Indikator Gesundheits-Check-up ist definiert als Anteil der gesetzlich Krankenversicherten, die innerhalb der letzten zwei Jahre den Gesundheits-Check-up wahrgenommen haben, an allen gesetzlich Krankenversicherten.

Bezugspopulation

Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren (für Daten vor 2019)

Datenquelle

Dokumentationsdaten zur gesetzlichen Früherkennung des Zi für 2015 bis 2018

Berechnung

  • Beobachtete Werte: Anteil gesetzlich Krankenversicherter, die den Gesundheits-Check „Check-up 35“ innerhalb der letzten zwei Jahre wahrgenommen haben, an allen gesetzlich Krankenversicherten, geschätzt jeweils für die Jahre 2015 bis 2018.
  • Altersstandardisierung: Es erfolgt eine direkte Altersstandardisierung unter Verwendung der Altersgruppen 35-39 Jahre bis 75-79 Jahre in Fünfjahresschritten und älter als 80 Jahre mit der Bezugspopulation Bevölkerung Deutschlands ab 35 Jahren zum 31.12.2018.

Datenqualität

Die Dokumentationsdaten zur gesetzlichen Früherkennung des Zi liefern Angaben zur Teilnahme am Gesundheits-Check-up von gesetzlich Krankenversicherten ab 35 Jahren (für Daten vor 2019). Die Datenqualität hängt von der Dokumentationspraxis ab. Daten von privat Krankenversicherten sind nicht berücksichtigt.

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